Tschüss 1und1

Ich bin seit sechs Jahren bei 1und1 DSL-Kunde. Man könnte mich somit sicher als treuen Bestandskunden bezeichnen. Zwar wohne ich zu weit vom nächsten Telekom-Verteiler entfernt und bekomme nur 3 MBit/s Datenrate statt der bezahlten Kapazität, aber immerhin funktionierte mein DSL-Anschluss fast immer problemlos.

Dann startete 1und1 im Oktober vergangenen Jahres eine riesige Kampagne für VDSL. Schnelle 25 oder gar 50 MBit/s waren das Versprechen, nicht abhängig von der Entfernung zum DSL-Verteiler und nicht viel teurer als mein aktueller Tarif, bei dem das Analog-Telefon noch über die Telekom läuft. Ich war überzeugt, also wollte ich bestellen.

Am Telefon wurde ich vertröstet: VDSL sei zwar an meinem Standort technisch verfügbar, für Bestandskunden kann das Angebot jedoch noch nicht geschaltet werden. Aber es geht bald los. Ich registrierte meine E-Mail-Adresse, so dass man mich schnell kontaktieren könne, wenn es denn losgige. Statt einer E-Mail bekam ich nach Monaten einen seltsamen Anruf, der keine Neuigkeiten brachte, aber mich mehrmals aufforderte zu bestätigen, dass es OK sei, mich anzurufen (was ich nicht ohne Einschränkung tat).

Ich rief im Dezember an, im Januar, im Februar. Inzwischen hieß es, es handelt sich nur noch um wenige Tage, bis es los geht. Inzwischen ist es Juli. An der Vertragswechsel-Hotline gesteht mir eine Mitarbeiterin ein, sie könne VSDL leider immer noch nicht schalten, gab mir aber eine andere Telefonnummer unter der das ginge. Ich schöpfte ein weiteres Mal Hoffnung. Leider gab es dort auch nur die Auskunft, VDSL stehe weiterhin nur für Neukunden zur Verfügung, aber bald, bald ist es auch für Bestandskunden möglich.

Ich erinnere mich noch gut, als 1und1 vor einem halben Jahr mit Marcell D’Avis angetreten ist, kundenfreundlicher zu werden. Etwa zur gleichen Zeit heiß es, man wolle die Ungleichbehandlung von Bestands- und Neukunden aufheben. Zu merken war davon allerdings nicht viel. Einzig, dass die teuren Service-Rufnummern durch normale Nummern ersetzt wurden. Das allerdings auch nur auf Druck der Verbraucherschützer. Das Blog von Marcell D’Avis sieht mit etwa einem Artikel pro Monat auch nicht sehr geschäftig aus. Für mich bleibt der Eindruck hohler Werbe-Blasen.

Wie man an der Geschichte sieht, bin ich ein sehr geduldiger Mensch. Aber nach neun Monaten ist auch meine Geduld aufgebraucht. Die leeren Versprechen haben all ihre Glaubwürdigkeit eingebüßt. Ich hab die Nase voll. Wenn nur noch der Neukunde zählt, dann werd ich halt Neukunde – Woanders!

Und zuletzt wäre schon allein der Kündigungsvorgang bei 1und1 ein Kündigungsgrund. Bestellen kann man alles mit ein paar unkomplizierten Klicks. Aber was einem zur Kündigung abverlangt wird, halte ich allein schon für eine Frechheit:

  1. Kündigung wird nicht im normalen User-Portal angeboten, man muss sich ein ein eigenes “Vertragsverwaltungsportal” einloggen (wenn man es denn findet).
  2. Man gibt seine Kündigung ein und wird noch auf 5 Seiten gefragt, warum man den kündigt.
  3. Wenn man dann die Kündigung mit 3 Monaten Verzögerung bestätigt hat, bekommt man einen Code angezeigt, den man per Telefon einem Mitarbeiter durchsagen muss.
  4. Die Telefon-Hotline frag zuerst nach der Kundennummer, die im “Vertragsportal” nirgends mehr angezeigt wird. Entgegen der Ansage, kann man sie nicht per Telefon-Tastatur eingeben, sondern muss sie ansagen. Nimmt man das Angebot an, ohne Eingabe der Kundennummer weiterzumachen, wird man aus der Leitung gekickt.
  5. Der Mitarbeiter weist einen noch einmal darauf hin, welche “tollen Leistungen” man verliert und wünscht viel Glück, bei einem anderen Anbieter eine genauso schnelle Leitung zu bekommen. Welche Farce: Wenn ich innerhalb des 1und1-Angebots den DSL-Tarif gewechselt hätte, wäre ich von 3MBit/s auf 2MBit/s heruntergestuft worden.
  6. Der Mitarbeiter schaltet ein PDF-Formular auf der Webseite frei.
  7. Man muss das Formular ausdrucken, unterschreiben und innerhalb von sieben Tagen per Fax oder Brief an 1und1 schicken. Sonst verfällt die Kündigung

Ich hab das dann mal alles getan. Tschüss 1und1. Tschüss Marcell D’Avis.

CSD und Fotomarathon Berlin

Der 19. Juni war wieder so ein Tag, der magisch allerlei Veranstaltungen und Termine auf sich zieht. Darunter waren auch zwei, auf die ich mich schon länger gefreut habe: der CSD und der Fotomarathon.

Der Fotomarathon ist ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, innerhalb von 12 Stunden, 24 Themen in 24 Bildern fotografisch umzusetzen. Es gibt ein Rahmenthema, dass sich als roter Faden durch die Bilderserie ziehen soll und es sind während des Tages mehrere Stationen anzulaufen, an denen die jeweils nächsten Themen ausgegeben werden. Teilnehmen kann man allein oder im Team, egal ob man Profi oder Hobby-Fotograf ist. Die Sieger bestimmt eine Jury.

Wenn man sich überlegt, dass man an einem Nachmittag auch mal schnell 500 Bilder schießen kann, klingt das erst einmal einfach. Wenn man aber bedenkt, dass man in rund 30 Minuten eine Bildidee haben, den passenden Ort für die Umsetzung aufsuchen und das Thema in einem einzigen Foto umsetzen muss, wird es schon komplizierter. Zudem haben es die Themen auch in sich, denn sie sind oft eher abstrakte Begriffe, für die schon die Bildidee eine Herausforderung ist. Wenn dann der Kopf leer ist und die Füße lahmen, empfindet man den Begriff Marathon schnell als angemessen.

Das Rahmenthema beim diesjährigen 10. Fotomarathon war “Zeitreise” und sollte zurückschauen auf den ersten Marathon vor zwölf Jahren und die Entwicklung der Stadt. Die einzelnen Themen werde ich erst verraten, wenn ich die entstandenen Bilder veröffentliche. Am 17. Juli werden die Gewinner im Rahmen einer Ausstellung aller entstandenen Serien bekanntgegeben. Die Teams erhalten auch dann erst ihre abgegebenen Speicherkarten zurück.

So ein Marathon lässt einem normalerweise jedoch keine Zeit, eine Auszeit zu nehmen. Zum Glück hatte ich mit Alex und Mario ein großartiges Team, dass ich für ein paar Stunden verlassen konnte, um den CSD zu besuchen.

Der Christopher Street Day stand in diesem Jahr unter dem Motto “Normal ist anders!” und zog mit über 30 Paradewagen und hunderttausenden Teilnehmern vom Kurfürstendamm zum Brandenburger Tor. Ich hatte das Gefühl, es waren etwas weniger Leute als im letzten Jahr, was vielleicht am kühlen Wetter gelegen haben könnte oder daran, dass die Wagen diesmal recht flott unterwegs waren.

Ich habe versucht, ein paar frische Eindrücke abzulichten, was mit den Jahren immer schwieriger zu werden scheint. Hier ein paar Ergebnisse, mehr gibt es auf Flickr:

Das gesamte Flickr-Foto-Set.

Fotoversicherungen

Heute morgen las ich per Twitter den Hinweis zu einem Blog-Artikel von Robert Kneschke zu seiner Erfahrung mit einer Kameraversicherung, der mich spontan verleitete, dort zu kommentieren und auch den Link mit einem Kommentar zu retweeten:

Robert beschreibt darin seine Erfahrung mit einer Fotoversicherung die er abgeschlossen hatte. Beim Eintreten eines Schadenfalles stellte sich heraus, dass die Versicherung eine Selbstbeteiligung von 250 Euro hat, die Robert so nicht bewusst war.

Womit ich nicht rechnete, waren die Reaktionen auf meinen kurzen Kommentar, hier mal exemplarisch die von mak1100:

Nun kann man Robert sicher vorwerfen, dass er den Vertrag nicht richtig gelesen oder sich falsch erinnert. Schließlich haben wir alle mal gelernt, wir sollen nichts unterschreiben, was wir nicht komplett gelesen haben. Aber das halte ich für zu kurz gedacht.

Als positiv denkender Mensch gehe ich erstmal davon aus, dass Robert kein Vollidiot ist und nicht völlig blind einfach irgendwas unterschrieben hat. Außerdem habe ich in letzter Zeit einige seitenlange Versicherungsbedingungen verschiedener Unternehmen gelesen und war nicht selten überrascht, was sich so darin (gerne hinten) verbirgt, u.a. auch Selbstbehaltklausen.

Wo die Klausel in Roberts Vertrag gestanden hat, weiß ich nicht. Auf der verlinkten Webseite des Versicherers steht jedoch in der Produktinformation (PDF):

1. Die Selbstbeteiligung beträgt im Schadenfall Euro 0,00.

2. Bei einem weiteren Schadenfall innerhalb von 3 Jahren nach einem Schadenfall beträgt die Selbstbeteiligung Euro 250,00, sind mehr als 3 Jahre nach einem Schadenfall schadenfrei, so gilt 1

Das widerspricht erstmal Roberts Aussage, dass er beim ersten Schadensfall bereits selbst zahlen soll, könnte sich aber inzwischen geändert haben. Allerdings gehören Produktinformationen normalerweise nicht zum Versicherungsvertrag. Versicherungsbedingungen sind aber üblicherweise Vertragsbestandteil, daher habe ich auch in diese geschaut, da sie ja auch auf der Webseite stehen (PDF) . Zu meiner Überraschung fand ich darin keine Erwähnung einer Selbstbeteiligung.

Diese Seltsamkeit auf der Webseite und die Aussage, dass Robert sich der Selbstbeteiligung nicht bewusst war, heißt für mich, das hier die Leistungsmerkmale nicht klar genug kommuniziert wurden und möglicherweise immer noch werden. Über das Produkt selbst kann ich keine Aussage treffen. Ich denke aber, daraus darf ich trotzdem ableiten, dass ich sie “wohl eher nicht [] empfehlen” würde. Und mehr hab ich ja gar nicht gesagt.

Eine gute Versicherung, die ich empfehlen würde, ist meines Erachtens nämlich eine, die mich als Kunden ernst nimmt und mir klar kommuniziert, was die Leistungen sind und wo die Grenzen liegen. Ich weiß, dass bestimmte Leistungen auch Geld kosten. Versicherungen sind mit Sicherheit kein Verlustgeschäft. Aber ich will die Einschränkungen nicht auf vielen Seiten klein Gedruckten suchen müssen. Insbesondere, wenn es sich dabei um so wichtige Aspekte wie eine Selbstbeteiligung handelt.

Versicherungen stellen sich gern als der starke Partner dar, dem man uneingeschränkt vertrauen kann. Aber wenn ich jede Einschränkung erst erfragen soll, komm ich mir eher vor, als wenn ich mit einem Kind rede, das etwas ausgefressen hat und nur zögerlich die Details der Tat zugibt.

Und wieso muss ich eigentlich automatisch akzeptieren, dass Verträge immer ellenlang sind im schrecklichsten unverständlichen Deutsch abgefasst sind, dass schon nach dem ersten Absatz kaum noch zu durchdringen ist? Weil es schon immer so war? Weil niemand sich getraut hat zu widersprechen?

Hier mal als Gedankenanstoß ein Vortrag von Alan Siegel bei TED, der sich für einfachere Verträge ausspricht (allerdings auf Englisch)

Im Reichstag mit Tauss

Am vergangenen Freitag führte Jörg Tauss (MdB) eine Besuchergruppe durch den Berliner Reichstag. Die Süddeutsche hat bereits die wichtigsten Fakten zusammengetragen. Trotzdem möchte ich hier meine persönliche Sicht auf das Ereignis wiedergeben und ein paar Bilder posten.

Das Paul-Löbe-Haus

Das Paul-Löbe-Haus

Ich hatte schon länger mal vor, mir den Reichstag nach der Modernisierung und dem Einzug des Bundestages anzuschauen. Allerdings war die Ankündigung der Führung auf Twitter die erste passende Gelegenheit, die es geschafft hat, in meine Wahrnehmung vorzudringen.

Ich überlegte zwar kurz, da Tauss mit den aktuellen Vorwürfen zum Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie nicht unumstritten ist. Allerdings finde ich einerseits die Vorverurteilung durch die Medien unerträglich und andererseits seine Stellungnahme zu den Vorwürfen glaubhaft. Ob dies nach deutschem Recht zulässig ist, muss am Ende ein Gericht klären, nicht die Presse.

Begrüßung durch Jörg Tauss

Begrüßung durch Jörg Tauss

Viel erschreckender finde ich jedoch, dass eine Familienministerin zur Durchsetzung ihrer Ziele Bilder von Kindesmissbrauch Journalisten vorführen darf, ohne Strafe fürchten zu müssen.

Zudem, wann hat man schon einmal die Gelegenheit, sich von ein langjährigen Mitglied des Bundestages durch das Gebäude führen zu lassen? Also meldete ich mich an.

Zunächst, ich bin kein Mitglied der Piratenpartei. Bei der Ankunft fühlte ich mich aber unter den vielen Piraten-T-Shirts schon ein wenig seltsam. Denn viele Piraten waren quer durch die Republik angereist, und nutzen die Begegnung mit dem prominenten Parteimitglied als Einstimmung auf die “Freiheit statt Angst” Demo am Samstag. Und das finde ich bemerkenswert, denn bei vielen Berlinern ist es mir nicht gelungen, sie zur Teilnahme zu motivieren, obwohl die Demo praktisch vor ihrer Haustür stattfand.

Im Paul-Löbe-Haus

Im Paul-Löbe-Haus

Als erste Etappe galt es, die Sicherheitskontrolle im Paul-Löbe-Haus zu passieren. Es machte sich ein wenig Flughafenstimmung breit, aber nach wenigen Minuten durften wir das Gebäude betreten. Hier gab es nun die offizielle Begrüßung. Zu meiner Freude war Fotografieren überall erlaubt. Ich habe trotzdem versucht, mich bei den Teilnehmern etwas zurück zu halten, da ich vermute, dass hier viele der Veröffentlichung des Bildes eher kritisch gegenüber stehen dürften.

Auf der Fraktionsebene

Auf der Fraktionsebene

Dann durften wir in einem Konferenzraum Platz nehmen, dem des Bildungsausschusses. Ein relativ zweckmäßig eingerichteter kleiner runder Saal mit Mikrofonen an jedem Platz und einer kleinen Klappe, die zwei Steckdosen und einen ISDN-Anschluss verbirgt. Hier erfuhren wie einiges interessantes über die Ausschussarbeit. Trotz seiner Mitgliedschaft in der Piratenpartei war die SPD ein ständiges Thema. Schließlich war sie für mehrere Jahrzehnte Tauss’ politische Heimat. Die Stimmung schwankte dabei allerdings zwischen ein wenig Wehmut über das Zerwürfnis und kleinen Sticheleien gegen die ehemaligen Parteigenossen.

Tauss zeigt den Piratenstuhl

Tauss zeigt den Piratenstuhl

So führte uns der Weg durch den Tunnel ins Reichstagsgebäude und nach mehreren Zwischenstops auch in den Fraktionssaal der SPD. Meine Beobachtung “Ich sehe hier keine Steckdosen” hat es sinngemäß in den SZ-Artikel geschafft, sollte aber eher als Einleitung zur Frage nach der generellen Nutzung von Laptops dienen. Dies scheinen die Abgeordneten sehr unterschiedlich zu halten. Nach Tauss’ Aussage gib es schon einige, die sie sehr intensiv nutzen. Allerdings müsse man immer im Vorhinein für gut geladenen Batterien sorgen. WLAN gib es im Reichstag nicht. Präsentationsmöglichkeiten sind wohl nur in den Ausschussräumen vorgesehen. Im Bundestag gilt immer noch das reine gesprochene Wort, auch wenn eine Grafik oft hilfreich wäre.

Es folgte ein Besuch auf der Zuschauertribüne des Plenarsaales, natürlich mit Besichtigung des einzeln stehenden Piratenstuhls. Als normaler Besucher darf man den Saal selbst nicht betreten. Somit bleibt eine letzte Hürde an diesem Politik-zum-Anfassen-Abend bestehen.

Die Reichstagskuppel

Die Reichstagskuppel

Letzte Station war die Reichstagskuppel. Durch einen Seitengang kamen wir ganz ohne Anstehen in den Besucherbereich. Nur unsere Taschen wurden noch einmal durchsucht. Und prompt gab es etwas zu beanstanden: Nachdem es Greepeace in der letzten Woche gelungen war, ein Transparent am Reichstag anzubringen, waren die Beamten etwas übervorsichtig und beschlagnahmten eine Piratenflagge.

Die neue Glaskuppel des Reichstages ist tatsächlich sehr beeindruckend, besonders im Dunkeln. Und obwohl mir mein neues lichtstarkes Alltagsobjektiv (Sigma 17-50 f/2.8) den Abend über gute Dienste geleistet hat, habe ich hier mein Stativ ein wenig vermisst. Aber wer weiß, wie die Security auf so etwas reagiert hätte. Und so besann ich mich auf den Satz von Chris Marquardt “Die Welt ist mein Stativ” und legte die Kamera so gut wie möglich aufs Geländer auf.

Spiegel zur Beleuchtung des Plenarsaales mit Tageslicht

Spiegel zur Beleuchtung des Plenarsaales mit Tageslicht

Der Abend endete beim Bier in einer nahe gelegenen Kneipe, wobei ich die Chance hatte den Rest der bunt gewürfelten Gruppe etwas genauer kennenzulernen. Ein netter Ausklang mit durchweg netten Menschen. Somit sind mir die Piraten noch ein Stück sympathischer geworden.

Ich habe noch ein paar weitere Bilder zu Flickr hochgeladen.

Nachtrag: Hier nochmal der Link zu den Bildern der “Löschen statt Sperren” Demo, bei der Tauss zur Piratenpartei übergetreten ist.

Digitale Videokabel

Heute mal eine ganz einfache Frage: Wie verbindet man einen Computer mit dem Monitor? Natürlich, mit einem Kabel. Aber mit welchem?

Seitdem die Flachbildschirme unsere Schreibtische erobert haben, hat das gute alte analoge VGA-Kabel ausgedient. Die Grafikkarte liefert ein digitales Signal, der Bildschirm stellt es digital dar: eine analoge Strecke dazwischen kann nur unnötige Qualitätsverluste bedeuten.

Der digitale Ersatz heißt Digitial Visual Interface, kurz DVI. Ein recht klobiger Stecker mit vielen Funktionen. So kann er z.B. auch weiterhin das analoge Signal weiterleiten (praktisch für Adapter nach VGA) oder auch zwei Monitor-Signale, die sogenannte Dual-Link-Variante. Und beim Begriff Variante beginnt das Unheil, denn jede davon definiert unterschiedlich viele Pins, die oft auch als unterschiedliche Stecker ausgeführt sind und damit leicht verhindern können, dass ein höherwertiges Kabel in eine weniger funktionale Buchse passt.

Der Unterhaltungsindustrie war das nicht nur zu kompliziert, sie störte vor allem, dass bei DVI kein Kopierschutz vorgeschrieben war. Denn so ein digitales hochauflösendes Monitor-Signal könnte man ja verlustfrei kopieren. Also quält man den Nutzer mit zwei weiteren Abkürzungen: HDMI, der Stecker, und HDCP, der Kopierschutz. Beim genaueren Hinsehen muss man aber sagen, dass HDMI nur den digitalen Teil von DVI auf einem anderen Stecker ist und HDCP auch schon auf DVI funktionierte. Die wirkliche Neuerung ist nur, dass der Kopierschutz zwingend vorgeschrieben ist. Würde mich aber alles nicht stören, wenn es denn in der Praxis so problemlos funktionieren würde, wie es die Instustrie behauptet.

Doch nicht genug der Kabel: Da DVI nun auch schon einige Jahre hinter sich hat und langsam – vor allem im Bereich extrem hochauflösender Displays – seine Schwachstellen zeigt, hat sich die VESA aufgemacht und einen neues rein digitales Übertragunsprotokoll standardisiert: DisplayPort. Größter Vorteil, es ist kein reiner Videokanal mehr, sondern ermöglicht auch die Rückübertragung von Signalen, die z.B. vom Touchscreen oder einer integrierten Kamera kommen. Passend dazu sieht der Stecker auch USB gar nicht so unähnlich. Na, das klingt doch mal praktisch, oder?

Zumindest in der Theorie. Denn während alle Hersteller von Grafikkarten und Monitoren an der Umsetzung von DisplayPort arbeiten, kommt eine nicht ganz so kleine Firma daher und stellt fest, dass dieser DisplayPort-Stecker für seine Notebooks viel zu groß ist. Und so definiert Apple Mini-DisplayPort und baut ihn in alle seine Geräte ein.

Und hier wird es nun wirklich lächerlich: Apple und auch Dritthersteller bauen Adapter von Mini-DisplayPort nach VGA und DVI, die echte Arbeit leisten, denn die Signale müssen komplett umgewandelt werden. Für den Apple-VGA-Adapter gab es kürzlich sogar ein Firmware-Update, das die Videoqualität verbessern soll. Jedoch gibt es bisher kein simples Kabel, das von Mini-DisplayPort auf normalen DisplayPort adaptiert. Und das, obwohl die Adern und Signale identisch sind, nur der Stecker ist verändert.

Also size ich hier nun mit meinem MacBook vor einem 30-Zoll Dell Display und soll mit für knapp hundert Euro einen Mini-DisplayPort nach Dual-Link-DVI kaufen, um die beiden Geräte miteinander betreiben zu können. Oder vielleicht lieber gleich ein Apple Cinema-Display? Klingt alles arg nach Geldschneiderei.

Ein ähnliches Problem haben übrigens MacPro besitzer, die ihren Computer unter dem Tisch stehen haben wollen. Denn die Kabel der neuen Apple-Displays sind sehr kurz. Und Verlängerungskabel gibt es für Mini-DisplayPort auch nicht.

Daher mein Appell: Liebe Kabel-Hersteller, bitte wacht auf! Hier gibt es echten Bedarf.

Update: Es ist gesichtet worden: das erste Mini-DisplayPort nach DisplayPort Kabel (via).

Barcelona

Nach mehreren Wochen hab ich es nun endlich geschafft, einige meiner Fotos vom der Dienstreise nach Barcelona auf Flickr zu laden. Ich hatte nur zwei Tage Freizeit im Anschluss an den GSMA Mobile World Congress. Die haben aber trotzdem ausgereicht, um meine Speicherkarten fast komplett mit Bildern zu füllen.

Unser Apartment war zwar ziemlich kalt und gewöhnungsbedürftig, ein Detail habe ich aber sofort ins Herz geschlossen: Im sehr engen Treppenhaus war ein alter hölzerner Fahrstuhl installiert. Hier das schon arg mitgenommene Bedienfeld:

Elevator

Für Ende Februar war das Wetter mit knapp 20 Grad Celsius durchaus angenehm und am Strand konnte man schon recht nett in der Sonne spazieren. Ins Wasser haben sich aber nur die Surfer getraut:

Surfer

An Sehenswürdigkeiten hat die Stadt viel zu bieten: von der historischen Altstadt über die zwei Hausberge Montjuïc und Tibidabo bis hin zur im Bau befindlichen Sagrada Familia, die ursprünglich von Antonio Gaudí entworfen wurde. Obwohl diese auch sehr fotogen ist, möchte ich hier lieber ein Foto der Seilbahn über den Hafen zeigen. Leider durfte ich wegen des Windes nur bis zum ersten Turm mitfahren, es war aber trotzdem sehr beeindruckend:

Harbour Teleferic

Mehr Bilder gibt es wie üblich im Flickr-Set.

Funkturm-Sprengung in Berlin Frohnau

Der Richtfunkmast in Frohnau war mit 358,6 Metern Berlins zweithöchstes Bauwerk. Er diente vor der deuschen Wiedervereinigung zur Übertragung von Telefonverbindungen zwischen West-Berlin und der Bundesrepublik Deutschland. Wie Wikipedia bereits korrekt berichtet wird, wurde er heute um 13:09 Uhr gesprengt.

Man sollte meinen, dass ich als Kind der DDR wenig Beziehung zu diesem Symbol des “Klassenfeindes” haben sollte, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Ich habe ihn zwar früher nie direkt erreichen können, doch war er immer präsent. Wenn man sich dem Norden Berlins näherte, konnte man ihn von weither sehen. Als Kind wusste ich sofort, es ist nicht mehr weit, wir sind bald zu Hause.

Auch konnte ich den Turm direkt von meinem Kinderzimmerfenster aus sehen. Und dort blinkte er – immer gleich – vor sich hin und das hatte etwas beruhigendes. Es sagte, alles ist OK.

Daher bin ich auch heute gar nicht so sehr als Fotograf zur Sprengung gefahren, sondern viel mehr um mich von dem seltsamen Bauwerk zu verabschieden. Denn die Wahrscheinlichkeit, wirklich gute Fotos der wenigen Augenblicke zu bekommen, war ja doch eher gering.

Wobei die eigentlichen Probleme mir dann doch erst vor Ort auffielen. Ich hatte mir mit Google Maps einen netten Standpunkt gesucht. Den fanden aber auch genügend andere Schaulustige, die ein ganz schönes Verkehrschaos verursachten, durch das ich nur sehr knapp vor dem Sprengzeitpunkt dort eintraf.

Allerdings, in welche Richtung sollte der Tum eigentlich fallen? Wie sich herausstellte natürlich genau entlang meiner Sichtachse, so dass ich ihn praktisch nur in sich zusammenfallen sehen konnte. Schöner wäre natürlich der Blick von der Seite gewesen. Aber das ließ sich vorher nicht recherchieren.

Zweites Problem: Wann wird denn genau gesprengt? Eine Frage, die nur die Sprengleitung hätte beantworten können. Somit hieß es, die Kamera bereit zu machen und zu warten, bis man etwas sieht.

Da das Fallen der Turmes nur einige Sekunden dauern würde, stellte ich die Serienbildfunktion ein. Was ich überhaupt nicht bedachte, war die Anzahl der Bilder, die die Kamera im Speicher halten kann, bevor sie sie auf die CF-Karte schreibt. Bei meiner Canon EOS 400D sind das im RAW-Modus nur zwölf. Hätte ich auf JPEG in höchster Auflösung gestellt, hätte ich rund 40 mal auslösen können. Da ich aber in kurzen Salven gefeuert habe, fehlt mir praktisch nur eine Auslösung, die ich noch gern gemacht hatte. Und so hab ich die volle RAW-Qualität.

Eine kurze Umfrage unter den anwesenden Fotografen ergab, dass ich aber nicht als einziger diesen Fehler gemacht habe. Und damit kommen wir eigentlich auch zu dem Punkt, den ich viel interessanter fand: die Leute und ihre Ausrüstung. Ich habe selten so viele Film- und Fotokameras gesehen – von ganz einfachen Modellen bis hin zur Profi-Ausstattung. Die Mehrzahl aber im Amateur-Spiegelreflex-Bereich. Ein deutliches Zeichen, wie sehr sich die DSLRs durchsetzen. Manch Besitzer einer Kompaktkamera wird aber sicher auch die schmerzliche Erfahrung gemacht haben, dass seine Kamera langsamer auslöst, als der Turm fällt.

Den größten Stau gab es dann natürlich als alle gleichzeitig wieder losfahren wollten. Tip am Rande: erstmal einen Kaffe trinken gehen und die anderen an der Ampel anstehen lassen. Allerdings muss man dazu wissen, wo der einzige Gasthof im Ort ist.

Das komplette Fotoset gibt es auf Flickr.

LED als Halogen-Ersatz

Bisher waren mir LED-basierte Leuchtmittel für den Hausgebrauch einfach zu teuer. Rund 10 Euro anstelle weniger Cent für eine herkömmlich Glühlampe erfordern schon viel Idealismus. Denn bis sich bei dem Preisunterschied die Stromeinsparung im Geldbeutel bemerkbar macht, dauert es schon eine Weile.

Nun ergab sich aber die Chance zum Test: Lidl bot LED-Strahler (mit 18 LEDs) für knapp 5 Euro an, passend in einer GU10 Fassung wie sie meine Lichtinstallation im Flur benötigt. GU10-Strahler zeichnen sich dadurch aus, dass sie direkt an 230 Volt Spannung betrieben werden. Das macht sie offenbar sehr teuer (3-4 Euro als Halogen) und aber anscheinend auch fehleranfällig. Ich hab bestimmt alle 5 Strahler schon einmal ausgetauscht. Einer ist sogar mit Funkenregen explodiert (so ziemlich mit Beginn des letzten Irak-Krieges, was wenig erbaulich war). Momentan sind 3 von ihnen defekt, ohne ausgetauscht worden zu sein. Nicht das ich es aufgegeben hätte, aber allein die Rechnung 5×50 Watt lässt einen da schon etwas an der Notwendigkeit von so viel Licht zweifeln. Denn eigentlich ist mein Flur auch mit zwei Strahlern nicht wirklich dunkel.

Also der ideale Ersatz: Kaum teuerer, langlebig und nur 1 Watt Leistungsaufnahme. Was man allerdings nirgends findet, ist eine Angabe zum Vergleich der Lichtstärke der LEDs mit einem herkömmlichen Strahler. Bei anderen Energiesparlampen war sowas zumindest früher mal üblich. Normalerweise sollte einen das schon stutzig machen. Allerdings wollte ich ja testen. Also – gesagt, getan – kaufte ich im nächsten Lidl (zwei Stunden nach Öffnung) den Restbestand von 3 Strahlern auf.

Solche guten Nachrichten verbreitet man ja gerne per Twitter. (b)nSonic war so nett, mich auf seinen LED-Erfahrungsbericht in seiner Podcast Episode #74 hinzuweisen – der allerdings eher ernüchternd ausfiel. Aber egal, immerhin waren ja seitdem zweieinhalb Jahre potentieller Entwicklungszeit vergangen und am Kauf konnte ich jetzt eh wenig ändern.

Somit stieg ich am späten Abend auf die Leiter und tauschte gespannt den ersten defekten gegen einen neuen LED-Strahler.

Erste Wahrnehmung: die Farbe. Obwohl ich beim Fotografieren sehr auf Farbtemperaturen und Farbabgleich achte und auch versuche, diese gezielt einzusetzen, war mir nicht bewusst, wie warm eigentlich das Licht eines Halogenstrahlers ist. Bis ich den Kontrast des kalten LED-Lichtes sah. Extremer Unterschied.

Dann, die Lichtstärke: Gegen die Helligkeit des 50-Watt-Strahlers ist dieses eine Watt nur ein schwaches Leuchten. Bereits bei 20 Watt kann man nicht mehr direkt in einen Halogenstrahler schauen. Beim LED-Gegenstück ist das allerdings problemlos möglich. Zudem ist beim LED-Strahler das Licht sehr auf einen Punkt gerichtet, während in der Halogenvariante ein sehr breiter Lichtkegel entsteht.

Fazit: Die Idee, einen Halogenstrahler problemlos durch LED-Technologie zu ersetzen, kann man beim aktuellen Stand der Technik direkt wieder vergessen. Allerdings gibt es durchaus auch Anwendungen in denen man nicht die Lichtstärke von mehreren Halogenstrahlern benötigt. Meinen Flur würde ich grundsätzlich dazu zählen. Allerdings konnte ich mich noch nicht dazu durchringen, die verbliebenen Halogenstrahler mal testweise zu deaktivieren. Denn eigentlich müsste ich ja zwei weitere LED-Strahler in die Fassungen setzen, um die Lichtstärke korrekt zu beurteilen. Zudem habe ich Bedenken wegen der Farbtemperatur. Denn der Flur ist der Ort, an dem ich meine Fotografien vergrößert und gerahmt aufhänge und ich habe mich daran gewöhnt, sie in dem warmen Licht zu sehen.

Letztendlich bin ich also noch nicht bereit, Halogen komplett aufzugeben. Allerdings werde ich die LEDs vorerst in den bisher nicht genutzten Fassungen lassen. Das gibt den Vorteil, etwas mehr Licht zu erzeugen, ohne den Stromverbrauch zu sehr zu erhöhen. Und da die Beleuchtung  von der hohen Decke eher indirekt über die Wände funktioniert, mischen sich die Lichtfarben. Momentan find ich diese Mischung ganz interessant, werd mir aber über die nächsten Tage noch eine abschließende Meinung dazu bilden müssen.

Nachtrag: Es war mir gestern dann zu spät, die nötigen Links in den Text einzufügen, was ich heute nachholen wollte. Beim morgendlichen Einschalten des Flurlichtes passierte es dann: einer der beide Halogenstrahler verbschiedete sich. Somit ist nun ein Segment meines Flures nur noch von einem LED-Strahler beleuchtet. Jetzt abends im Dunkeln muss ich sagen, dass auch die doppelte Lichtstärke dort nicht ausreichen würde. Und die Lichtfarbe gefällt mir gar nicht. Viel zu kalt. Gut, dass ich die Leiter noch nicht wieder in den Keller geschafft habe.

Kalibrierungstips

Ich hatte ja schonmal darüber berichtet, dass ich mit dem Spyder 3 Elite meine Monitore kalibriere.  Hier mal zwei ganz praktische Tips für die Kalibrierung unter Windows XP, die mir beim Einrichten meines neuen Monitors aufgefallen sind:

1. Tipp: Video-Fenster

Video-Fenster (z.B. im Windows Media Player) scheinen direkt gerendert zu werden, ohne dass die Profildaten dafür aktiv werden. Daher macht es Sinn, die Monitoreinstellungen bereits vor dem Kalibrieren so anzupassen, dass Videos angenehm erscheinen und z.B. Hauttöne korrekt aussehen.

2. Tipp: Applikationen mit Farbprofilunterstützung

Nach dem Kalibrieren fand ich plötzlich, dass meine Firefox-Fenster alle einen seltsamen Farbstich haben. Erst nach einigen Minuten fiel mir auf, dass Firefox während der Kalibrierung bereits lief. Die Farbprofildaten werden offenbar nur einmal beim Start geladen. Daher versuchte das Programm immer noch die Farben an das alte Profil anzupassen. Nach einem Neustart der Applikation funktionierte alles wie erwartet. Das dürfte sicherlich für alle Programme mit Farbprofilunterstützung zutreffen.

26 Zoll

Nachdem ich mir schon einen neuen Schreibtisch zugelegt hatte, war ich nun langsam auch meinen alte 19-Zoll-Röhrenmonitor leid. Er nahm einfach zu viel Platz auf dem Schreibtisch weg und bei der Bildschirmgröße, die ich vom Job her gewöhnt bin, wurde er mir auch zu klein.

Monitorauswahl

Die Lösung sollte ein Flachbildschirm sein. Zunächst schaute ich mich lange Zeit im 24-Zoll-Segment um. Meine Anforderungen waren soweit klar: Gute Kontraste, Blickwinkelunabhängigkeit und großer Farbraum. Reaktionszeit ist mir eher unwichtig. Ich bin Fotograf, kein Spieler.

Leider ist es sehr schwierig Testberichte zu finden, die einerseits aktuelle Modelle enthalten, andererseits auch noch halbwegs vertrauenswürdig sind. Da liest man zum Teil direkt widersprüchliche Aussagen. Allerdings konnte man herausfinden, dass die günstigen TN-Panels in Sachen Blickwinkelabhängigkeit und Farbraum eher schlecht abschließen. Andere Typen gibt es aber praktisch nur von EIZO und lagen nicht im Budget. Allerdings haben im Test von c’t die neuen Displays von LG und Samsung recht gute Noten erhalten, insbesondere der Blickwinkel liegt bei 160 Grad. Da der Preisunterschied dann nur noch gering war, enschied ich mich für den großen Bruder des getesteten Samsung SyncMaster T240,  das SyncMaster T260.

Fazit

Im direkten Vergleich fällt zuallererst auf, dass auf dem TFT die Hintergrundbeleuchtung das Schwarz immer deutlich heller erscheinen lässt, als auf dem Röhrenmonitor. Das lässt sich zwar etwas mit dem Helligkeitsregler justieren, aber komplettes Schwarz ist nicht erreichbar.  Nach der Kalibrierung fand ich die Farben fast identisch, die Röhre schien trotzdem ein ganz klein wenig wärmer. Den Farbumfang kann ich schlecht einschätzen, visuell sehe ich keine Unterschiede. Der Grauverlauf hat in einigen Bereichen leichte Stufen, darauf wird man achten müssen. Aber das haben auch die teureren Monitore in der Firma. Dafür ist die Schärfe deutlich angenehmer als auf dem alten Monitor. Man merkte sonst gar nicht wie verwaschen die Details dort wirkten.

Die Blickwinkelunabhängigkeit ist Helligkeitsbereich Klasse. Wie getestet kann man das Bild aus allen Richtungen erkennen. Vorsichtiger muss man aber bei der Farbe sein. Von der Seite kommt es recht schnell zu Verfälschungen. Wenn man sehr nahe am Gerät sitzt, kann das schon die Bildränder betreffen.

Insgesamt sind die 1920×1200 Pixel im Breitbildformat aber eine echte Bereicherung. In Lightroom passen die Werkzeuge perfekt neben das querformatige Foto (jetzt wurde mir der Sinn der Anordnung erstmal wirklich klar) und ich sehe immer noch deutlich mehr Auflösung des Bildes als vorher. Dadurch und durch die bessere Schärfe muss ich viel seltener in die Bilder hineinzoomen, was eine sehr praktische Arbeitserleichterung ist.

Auch wenn nich alles perfekt ist, bin ich am Ende sehr zufrieden mit dem Kauf. Der Monitor nimmt trotz viel größerer Bildfläche weniger Platz auf dem Schreibtisch weg. Und allein das ist es schon wert.